H wie Habicht
Yannics Filmtipp

Bei „H wie Habicht“ zieht mich der Gegensatz an: Helen möchte ein wildes Tier trainieren, während ihr eigenes Leben nach dem Tod ihres Vaters aus dem Takt geraten ist. Ein Habicht lässt sich dabei kaum mit dem Trost vergleichen, den man von einem vertrauten Haustier erwartet. Genau diese schwierige Beziehung macht mich neugierig.
Handlung und Einordnung
Helen holt den Habicht Mabel nach Cambridge. Futter und Training bestimmen nun ihren Alltag, während sie Kontakte nach außen zurückstellt. Der Versuch, dem Vogel das Jagen und Fliegen beizubringen, lenkt den Blick zugleich auf das Leben, das Helen selbst vernachlässigt.
Helen Macdonalds Buch als Ausgangspunkt
Philippa Lowthorpe verfilmt Helen Macdonalds autobiografisches Buch. Naturbeobachtung und persönliche Erinnerung stehen damit am Ursprung der Geschichte. Claire Foy spielt Helen; Brendan Gleeson gehört zur Besetzung. Für mich ist die Buchvorlage ein guter Grund, den Film als persönliche Auseinandersetzung mit Trauer zu betrachten.
Für wen ich den Film empfehlen würde
Ich würde „H wie Habicht“ empfehlen, wenn dich Literaturverfilmungen, Tiere und der Umgang mit Verlust interessieren. Rechne mit einer Geschichte, in der die Arbeit mit einem Greifvogel und Helens Rückzug eng zusammenhängen. Für einen unbeschwerten Tierfilm würde ich eine andere Auswahl treffen.
Zum Film
- Regie
- Philippa Lowthorpe
- Mitwirkende
- Claire Foy, Brendan Gleeson, Denise Gough, Lindsay Duncan
- Produktion
- Großbritannien
- Deutscher Kinostart
- 23.07.2026
