Biermann
Seine Lieder fordern heraus, seine Haltung bleibt unbequem. Wolf Biermann erzählt, singt und streitet sich durch deutsche Geschichte. Ein persönliches Porträt über die Kraft der Worte und den Preis des Widerspruchs.
Deine Vorstellung.
Eine Stimme, die widerspricht

Ein Mann, eine Gitarre und Lieder, die politisch werden. „Biermann“ führt über die Musik in die deutsch-deutsche Geschichte: Wer hört zu, was darf öffentlich gesagt werden, und welche Folgen hat Widerspruch? Ich würde diesen Zugang wählen, wenn du Zeitgeschichte gern an einer Person und ihrer Arbeit nachvollziehst.
Jens Meurer verbindet Wolf Biermanns Musik mit Gesprächen und Archivaufnahmen. Ich würde den Dokumentarfilm deshalb auch empfehlen, wenn du bisher nur den Namen kennst. Du musst kein Lied auswendig können, um dich für das Verhältnis von Kunst und Politik zu interessieren.
Ein Musiker im Gespräch mit mehreren Generationen
Biermanns Familie, Politiker und jüngere Künstler kommen im Film mit ihm zusammen. Neben dem Kölner Konzert von 1976 ist auch Konzertmaterial aus dem November 2025 Teil des Porträts. Die Gespräche zeigen ihn in verschiedenen Beziehungen: als Familienmitglied, als Musiker und als Person, an deren politischen Positionen sich andere reiben können.
Lieder, Ausbürgerung und ein Gespräch mit der Gegenwart
Das Konzert in Köln 1976 und Biermanns anschließende Ausbürgerung aus der DDR gehören zum historischen Hintergrund. Die damaligen Aufnahmen stehen neben Begegnungen aus der Gegenwart. Dadurch lässt sich verfolgen, wie sich die Sicht auf einen Künstler über Jahrzehnte verändert.
Ein weiterer Bezug führt zu jüngeren Musikern: Biermann hat mit den Toten Hosen an „Ermutigung“ gearbeitet. Mich reizt an solchen Verbindungen die Frage, was ein Lied an eine nächste Generation weitergibt – und welche Erfahrungen diese selbst hinzufügt.
Für wen ich den Film empfehlen würde
Wenn du Dokumentarfilme, politische Liedkunst oder deutsche Zeitgeschichte magst, würde ich „Biermann“ in deine Auswahl nehmen. Auch für einen gemeinsamen Kinobesuch verschiedener Generationen finde ich den Stoff passend: Die einen bringen eigene historische Bezüge mit, die anderen begegnen den Ereignissen vielleicht zum ersten Mal.
Ich würde dabei ein dokumentarisches Musikerporträt erwarten. Gespräche und historische Zusammenhänge gehören ebenso dazu wie die Musik. Die konkreten Spielzeiten und Tickets für unser Kino in Ettlingen findest du oben auf dieser Seite.
Zum Film
- Regie
- Jens Meurer
- Deutscher Kinostart
- 29.10.2026